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GESUNDHEITSSYSTEM TEIL 2 - BEHANDLUNG PROFITORIENTIERT

Krankheit ist ein Geschäft!!! Wie lukrativ ist ein Patient?

Moderator: Silvia Donninger

GESUNDHEITSSYSTEM TEIL 2 - BEHANDLUNG PROFITORIENTIERT

Beitragvon Silvia Donninger am 19. Oktober 2014, 21:15


Medizin ist zum Wirtschaftsfaktor geworden. Es geht nicht mehr um das Wohl der Patienten sondern nur noch um Wachstum und Profit!!!

Auszug aus einem interessanten Interview:

These: Unsere ökonomisierte Medizin vernachlässigt menschliche Faktoren.

Da mit der Untersuchung und Behandlung Gesunder wie Kranker viel Geld zu verdienen ist, haben Kaufleute die Medizin zu einer Industrie gemacht und die Krankenbehandlung rein wirtschaftlich ausgerichtet. Krankenhausärzte operieren immer mehr und steigern so ihre Patientenzahl – nicht aus medizinischen, sondern aus ökonomischen Gründen! Hausärzte nehmen sich für persönliche Zuwendung keine Zeit , weil sich das für sie wirtschaftlich nicht mehr lohnt.

Werner Bartens: "Dabei geht etwas verloren, was wesentlich wäre für eine gute Medizin: Zeit für Zuwendung, Zuhören, Trost. Die ökonomisierte Medizin gleicht diesen Mangel mit Technik aus. Aber für Kranke so wichtige Werte wie Zeit, Geborgenheit und Barmherzigkeit bleiben in der Medizinwirtschaft schnell auf der Strecke. Der Patient wird zum Störfaktor."

These: Die Medizin richtet sich nach dem Kosten-Nutzen-Faktor, nicht mehr nach den Bedürfnissen der Patienten.

Krankenhausärzte werden von kaufmännischen Direktoren regelmäßig darüber informiert, welche Operationen und Therapien lukrativ sind. Es ist üblich, dass den Ärzten nahegelegt wird, sich danach zu richten. Unrentable Therapien werden vermieden, auch wenn sie für Patienten hilfreich wären.

Bartens: "Diese Anweisungen sind nicht am Nutzen für die Patienten orientiert, sondern richten sich allein nach finanziellen Abwägungen. Krankenhäuser werden zu Fabriken, der Krankenhausalltag wird den Fertigungsprozessen der Industrie angepasst."

These: Aktionismus bringt Geld – Ärzte untersuchen und therapieren zu viel.

Weil technisch aufwendige Untersuchungen lukrativ sind, neigen Ärzte zu sogenannter Überdiagnostik. Computertomografie (CT), Kernspin, Herzkatheter, Kniespiegelungen – vieles ist überflüssig. Zwei von drei Koronarangiografien dienen nicht der Herzgesundheit, sondern der Amortisation der Geräte. Aber durch das ständige Senken von Grenzwerten, zum Beispiel beim Cholesterin, wird ein Großteil der Bevölkerung zur Risikogruppe erklärt. Die Folge: Immer mehr Gesunde werden vorbeugend untersucht.

Bartens: "Immer wieder werden vermeintliche Leiden therapiert, die nie Beschwerden verursacht hätten. Viele Kliniken können nur existieren, weil sie in großem Stil fragwürdige Untersuchungen und Therapien anwenden, die unnötig sind und mehr schaden als nutzen."

Das ganze Interview hier: http://www.hoerzu.de/wissen-service/ges ... -der-krise

Kliniken entscheiden sich häufiger für eine bestimmte Behandlungsmethode, sobald sie damit mehr Geld verdienen – zu diesem Ergebnis kommen nach SPIEGEL-Informationen der Hamburger Gesundheitsökonom Jonas Schreyögg und sein Berliner Kollege Reinhard Busse in einem noch unveröffentlichten Gutachten. Im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Krankenkassen ergründeten die Forscher, warum die Zahl der stationären Behandlungsfälle von 2007 bis 2012 um 1,4 Millionen auf 18,6 Millionen gestiegen war. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 79485.html

Man sieht, es geht schon lange nicht mehr um das Wohl der Patienten sondern nur mehr um den Profit. Aus dieser Betrachtung könnte man sagen, der Patient wird zum Versuchsobjekt und nicht die effektivste Behandlung die zur Genesung führen könnte wird angewandt sondern diejenige die den wirtschaftlichen Belangen der Klinik entspricht. Sollte es dann auch noch durch die Freihandelsverträge zu weiteren Privatisierungen kommen, dann würden viele Patienten vor allem diejenigen, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, auf der Strecke bleiben. Die jetzt schon immer mehr zunehmende Zwei-Klassen-Medizin würde sich noch verstärken und das Sprichwort "GESUNDHEIT KANN MAN SICH NICHT KAUFEN" würde so dann nicht mehr stimmen!!!

Darf Gesundheit ein Geschäft sein? Wird zu viel und unnütz operiert?
Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene schätzt, dass jährlich circa 40.000 Patienten an MRSA-Keimen (Metizillin-resistenten Staphylococcus Aureus) in Krankenhäusern sterben.




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Re: GESUNDHEITSSYSTEM TEIL 2 - BEHANDLUNG PROFITORIENTIERT

Beitragvon energy007 am 20. Oktober 2014, 11:40

Der erste Schritt eines Gesunden in die Wohlstandsdrainage der Pharmaindustrie ist die Gesundenuntersuchung.

Eine Krankenhauszusatzversicherung ist nicht immer förderlich für eine rasche Genesung.

Was derzeit noch fehlt sind die Lieblingsmedikamente als Grabbeigaben. Ob dies noch kommt?

Für diesen Beitrag von energy007 dankte:
Silvia Donninger (20. Oktober 2014, 12:39)
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