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WENN DIE WIRTSCHAFT NICHT WÄCHST, WAS PASSIERT DANN???

Lösungen für ein besseres Leben

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WENN DIE WIRTSCHAFT NICHT WÄCHST, WAS PASSIERT DANN???

Beitragvon Silvia Donninger am 14. September 2014, 14:28

Die Welt wird sich in den nächsten Jahrzehnten auf den Kopf stellen müssen, sagt Ökonom Dennis Meadows. Alternativen zu Gas und Öl seien nämlich nicht in Sicht


Wien - "Ob ich meine Meinung geändert habe?", fragt Dennis Meadows. "Nein, absolut nicht." Der US-Ökonom hat sich vor mehr als 40 Jahren einen Namen damit gemacht, der Welt zu sagen: Wir fahren an die Wand. Meadows war Chef des Instituts, das für den Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" berechnete. Die Studie ging um den Globus, Meadows wurde berühmt. Wer über Nachhaltigkeit redet, kommt seitdem an seinen Thesen nicht vorbei.

Meadows ist so etwas wie die Antipode zur derzeitigen Politik. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit lechzt sie nach jedem Prozentpunkt Wirtschaftswachstum. Der Ökonom versucht die Menschheit auf das Gegenteil einzustimmen: Eine Welt ohne Wachstum, dafür aber mit Klimawandel. Das Wachstum würde nämlich nicht mehr wieder kommen, der Klimawandel aber stehe längst vor der Tür. Ohne ersteres lasse es sich leben, mit letzterem müsse man aber erst umgehen lernen.

Exponentielles Wachstum müsse irgendwann an seine Grenzen stoßen, sagt Meadows im Gespräch mit dem STANDARD. Das sehe man schon heute. "Schauen Sie sich an, was passiert. Ein Finanzkollaps, eine globale Epidemie in Afrika, die Eurozone bricht auseinander. Das bestätigt genau, was wir damals gesagt haben." Meadows hält Vorträge rund um den Globus, am Dienstag war er anlässlich eines vom Wifo geleiteten EU-Projekts in Wien. Gute Nachrichten hatte er dabei keine im Gepäck.

"Wenn die Wirtschaft nicht wächst, was passiert dann?", fragt Meadows weiter. "Die Reichen und Mächtigen müssen sich das Geld anderswo holen. Die Ungleichheit steigt. Das passiert alles so, wie wir dachten. Wir haben es etwa auf 2010 vorhergesagt."


Wenn das Bruttoinlandsprodukt nicht mehr steige, sei das aber auch gar kein Problem, sagt der US-Amerikaner. Vorausgesetzt man gehe richtig damit um. Die Bevölkerung in reichen Ländern wachse nicht mehr, deshalb müsse es auch die Wirtschaft nicht mehr tun. Eine höhere Wirtschaftsleistung würde niemanden glücklicher machen. Wenn die Zahl der Menschen nicht mehr steige, brauche es auch keine zusätzlichen Häuser oder Fabriken mehr. Wachstumskritiker sind üblicherweise Anhänger eines bedingungslosen Grundeinkommens. Hört die Wirtschaft nämlich auf zu wachsen, dann fallen jedes Jahr Jobs weg. Die jetzige Situation Europas ist dafür ein gutes Beispiel.

Meadows weiß nicht, was er davon halten soll. Er zögert lange, weicht aus. „Sie fragen mich, was wir tun können, damit alles ok ist? Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Es ist unmöglich zu wissen“, sagt er. Für so möglich er eine Welt ohne Wachstum hält, so sicher ist er, dass die Menschheit längst über den Scheidepunkt hinaus ist. Das starke Wirtschaftswachstum der Vergangenheit würde die Welt bald einholen.

Der ganze Bericht hier: http://derstandard.at/2000005522795/Kli ... -Untergang



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Re: WENN DIE WIRTSCHAFT NICHT WÄCHST, WAS PASSIERT DANN???

Beitragvon energy007 am 20. September 2014, 23:52

Wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst, dann fressen uns die Zinsen der Schulden auf, die bis dato sich angehäuft haben.
Kann sie einfach nicht mehr wachsen, passiert dasselbe. Wohlstand ist dann gegeben, wenn mehr Kredite abgeschlossen werden, d.h. mehr Geld generiert wird als Zinsen zu bezahlen sind. Eine wachsende Wirtschaft generiert die nötigen Sicherheiten für diese Kredite. Es nützt nichts, die Ergebnisse des Club of Rome zur Maxime das Handelns zu machen und das Geldsystem als System des Wachstumszwang durch Zinseszins unangetastet zu lassen,

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Silvia Donninger (22. September 2014, 14:40)
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Re: WENN DIE WIRTSCHAFT NICHT WÄCHST, WAS PASSIERT DANN???

Beitragvon Silvia Donninger am 22. September 2014, 14:42

Deshalb ist es auch wichtig, dass dieses unwirkliche Finanzsystem schleunigst geändert wird und wieder der Realen Wirtschaftsleistung entspricht. Dann wäre es auch vorbei mit der Überproduktion und es könnte auch für uns, die arbeitende Bevölkerung wieder anders laufen.
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